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Was gute Gespräche NICHT brauchen

Die digitalen Medien sind so präsent, dass sie sich langsam aber sicher zur echten Plage entwickeln. 

Mich irritiert dabei besonders die folgende Beobachtung:

Viele Erwachsene schimpfen über die angeblich so digital-abhängigen Jugendlichen, die sich weder von Snapchat noch von Fortnite lösen können, und die pro Tag locker 300 – 400 Whatsapp-Nachrichten bekommen und schreiben. 

Und genau diese Erwachsenen sitzen mit ihrem Handy griffbereit am Schreibtisch, am Besprechungstisch, am Esstisch, im Auto und wahrscheinlich auch auf dem Klo. 

Wer ist hier abhängiger? Wer hat das digitale Leben besser im Griff? Und vor allem: Was können wir tun, um diesen „Digitalsog“ in angemessene Bahnen zu lenken? 

Natürlich besitze auch ich ein Smartphone, wir haben als Familie einen Tablet-Computer und ich sitze oft an meinem Laptop, er ist mein wichtigstes Arbeitsgerät. Ich will hier definitiv keine digitale Abstinenz predigen – aber eine gewisse Selbstdisziplin muss meiner Meinung nach sein. 

Weil wir sonst gute Kommunikation – und damit DIE Basis für vertrauensvolle Zusammenarbeit – zerstören. 

Wie ich an dieses Thema herangehe, das erläutere ich im folgenden Video:

Es gibt immer mal Situationen, in denen sofortige Erreichbarkeit wirklich wichtig ist. Und dann ist es gut, das Handy griffbereit zu haben. 

Aber mir kommt es oft so vor, als hätten wir diese „Jederzeit-Erreichbarkeit“ unbewusst zur Norm erklärt. Als wäre es selbstverständlich, dass der Anruf / die Whatsapp auf dem Display wichtiger ist als der Mensch, der mir gerade gegenüber sitzt. 

Das finde ich falsch – und ich finde es hochgradig gefährlich für eine gute Kommunikationskultur in unseren Organisationen – und natürlich auch in unserem Alltag. 

Mein Tipp: Die Handys bleiben im Besprechungsraum in der Tasche, und zwar lautlos. Ohne Vibrationsalarm! Und die Laptops bleiben zu, außer man präsentiert gerade etwas. Das gilt für alle, es sei denn, jemand hat explizit und gut begründet um eine Ausnahme gebeten. 

Probieren Sie es aus, und achten Sie darauf, wie sich Ihre Kommunikation wieder mehr auf das fokussiert, was wirklich wichtig ist: Auf den Kontakt von Mensch zu Mensch. 

Ich freue mich wie immer über Ihre Rückmeldungen per E-Mail an stefanie@leader-on-my-ship.com

 

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